Was ist der Unterschied zwischen Wollwickler und Haspel?
Der Wollwickler wickelt das Garn auf, die Haspel hält den Strang gespannt und gibt ihn gleichmäßig ab: zwei Geräte, zwei Aufgaben. Drehst du die Kurbel des Wicklers, entsteht ein Kuchenknäuel mit flacher Ober- und Unterseite, aus dessen Mitte sich der Faden abziehen lässt, ohne dass das Knäuel durchs Zimmer rollt.
Die Haspel wird mit etwas Abstand zum Wickler befestigt, trägt den geöffneten Strang und dreht sich beim Wickeln mit. Ohne Haspel legst du den Strang zum Beispiel über zwei Stuhllehnen oder bittest jemanden, ihn zu halten. Das klappt, dauert aber länger, und der Strang verheddert sich leichter.
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Gerät |
Funktion |
Wann du es brauchst |
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Wollwickler |
wickelt Garn zu Kuchenknäueln mit Zentralanzug |
für Stränge, Garnreste und Bobbel-Vorbereitung |
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Haspel |
hält den Strang gespannt und gibt ihn gleichmäßig ab |
immer dann, wenn Garn im Strang geliefert wird |
Welche Wollwickler gibt es?
Wollwickler unterscheiden sich vor allem in Material, Befestigung und Kapazität. Aus Holz gefertigt ist der KnitPro Natural Wollwickler mit Tischklemme: in Handarbeit aus Birkenholz gebaut, mit Friktionsbremse für ruhigen Lauf, rutschfesten Gummipads und einer Kapazität von bis zu 450 g Garn in einem Durchgang. Ebenfalls aus massivem Holz, nämlich Buchenholz in Vintage-Blau, kommt der addiWinder. Leichter und günstiger ist der KnitPro Wollwickler aus Kunststoff mit Schraubklemme für die Tischkante.
Holz oder Kunststoff? Beide haben ihre Berechtigung: Holzmodelle laufen ruhiger, stehen satter und halten bei täglichem Einsatz länger, kosten dafür mehr. Kunststoffmodelle sind leichter, nehmen weniger Platz weg und reichen völlig, wenn du gelegentlich Stränge wickelst.
Welche Haspeln gibt es?
Die gängigste Bauform ist die Schirmhaspel: Sie öffnet sich wie ein Regenschirm, passt sich damit verschiedenen Strangumfängen an und lässt sich platzsparend zusammenklappen. Bei uns findest du die KnitPro Schirmhaspel, die sich an der Tischkante festklemmen lässt und beim Wickeln frei mitdreht. So bleibt der Strang auf Spannung und kann sich nicht verheddern.
Eine Alternative ist die addiUmbrella Schirmhaspel vom Nadelhersteller addi, die nach demselben Prinzip funktioniert. Wer häufiger Stränge verarbeitet und Wert auf ein besonders hochwertiges Werkzeug legt, greift zur KnitPro Signature Wollhaspel, die ebenfalls mit Halterung für die Tischkante geliefert wird.
Brauchst du beides?
Für fertige Knäuel aus dem Laden reicht der Wollwickler allein, für Garn im Strang brauchst du beides. Viele hochwertige Garne, etwa handgefärbte Stränge, kommen ungewickelt: Dann hält die Haspel den Strang, während der Wickler das Knäuel formt. Wickelst du dagegen nur Garnreste um oder machst aus zwei halben Knäueln ein ordentliches, genügt der Wickler.
Übrigens: Auch ein Wollabwickler ist eine sinnvolle Ergänzung, er hält das fertige Knäuel beim Stricken an Ort und Stelle und gibt den Faden über ein Kugellager gleichmäßig ab.
Wie benutzt du einen Wollwickler?
- Wickler mit der Klemme an der Tischkante befestigen, Haspel daneben aufstellen und den geöffneten Strang auflegen.
- Fadenanfang durch die Fadenführung des Wicklers legen und im Schlitz der Spule einhängen.
- Gleichmäßig kurbeln, nicht zu schnell: Die Haspel dreht sich mit und gibt den Faden ab.
- Fertiges Knäuel abnehmen und den innen liegenden Fadenanfang als Zentralanzug nutzen.
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UNSER TIPP Wickle nicht zu stramm: Ein fest gewickeltes Knäuel dehnt das Garn, und die Spannung fehlt später im Maschenbild. Locker gekurbelt behält die Wolle ihre Elastizität, und das Kuchenknäuel steht trotzdem stabil. |
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Das passende Garn zum Wickeln findest du in unserem Garn-Sortiment, die Sockenwolle im praktischen 100-g-Format passt dabei auf jedes unserer Modelle. Wir versenden innerhalb von 1 bis 3 Werktagen mit DHL, ab 39 € versandkostenfrei (DE), und mit 100 Tagen Rückgaberecht kannst du in Ruhe testen, ob das Gerät zu dir passt.
Falls beim Ausprobieren Fragen aufkommen: Schreib uns, als Berliner Familienunternehmen beraten wir dich gern. Dein erstes selbst gewickeltes Kuchenknäuel feiern wir übrigens gern mit dir unter #lieblingsgarn!
FAQ
Wofür braucht man einen Wollwickler?
Ein Wollwickler formt lose Stränge, Garnreste oder aufgetrennte Projekte zu standfesten Kuchenknäueln mit Zentralanzug. Der Faden lässt sich aus der Mitte abziehen, ohne dass das Knäuel wegrollt oder sich verheddert: praktisch bei jedem größeren Strickprojekt.
Was ist der Unterschied zwischen Wollwickler und Haspel?
Der Wollwickler wickelt das Garn zu einem Kuchenknäuel auf, die Haspel hält den geöffneten Strang gespannt und gibt ihn gleichmäßig ab. Für Garn im Strang sind beide zusammen ideal: Die Haspel ersetzt die helfenden Hände, der Wollwickler das mühsame Wickeln von Hand. Fertige Knäuel kannst du direkt verstricken. Den Wollwickler brauchst du dafür nur, wenn du sie zu Kuchenknäueln umwickeln möchtest.
Brauche ich für Sockenwolle einen Wollwickler?
Nur wenn deine Sockenwolle im Strang geliefert wird, was vor allem bei handgefärbten Garnen vorkommt. Fertige Knäuel lassen sich direkt verstricken. Mit 100 g passt eine übliche Portion Sockenwolle problemlos auf jedes unserer Modelle.
Wie viel Gramm fasst ein Wollwickler?
Der KnitPro Natural Wollwickler fasst bis zu 450 g Garn in einem Durchgang, das entspricht mehreren üblichen Knäueln. Die genaue Kapazität deines Modells findest du in der jeweiligen Produktbeschreibung.
Holz oder Kunststoff: was ist besser?
Das hängt von deinem Einsatz ab. Holzwickler laufen ruhiger, stehen stabiler und sind auf Dauer die langlebigere Wahl. Kunststoffmodelle sind leichter, günstiger und völlig ausreichend, wenn du nur gelegentlich Stränge oder Garnreste wickelst.
Kann man Wolle auch ohne Wollwickler aufwickeln?
Ja, von Hand über eine Stuhllehne oder mit Hilfe einer zweiten Person. Das dauert allerdings deutlich länger, und es entsteht ein rundes Knäuel ohne Zentralanzug, das beim Stricken gern durch die Gegend rollt.